Verifizierung·Glossar

Was ist ein nicht gelistetes Konto? Nur über den Link erreichbar

„Nicht gelistet“ ist eine dritte Sichtbarkeitsstufe: Die Kontoseite funktioniert für alle, die den Link haben, fehlt aber unter „Entdecken“, in der Suche und auf deinem öffentlichen Profil.

Ein nicht gelistetes Konto ist ein veröffentlichtes ShowMyTrades-Konto, das aus allen Listen der Plattform herausgenommen wurde: Wer die URL hat, sieht die Seite vollständig, aber nichts auf der Website verweist darauf. Es liegt zwischen privat, wo niemand außer dem Inhaber die Seite überhaupt laden kann, und veröffentlicht, wo die Seite lesbar und zugleich auffindbar ist.

So funktioniert es

„Nicht gelistet“ ist weder eine eigene Seitenart noch ein eigener Wert im Sichtbarkeitsfeld. Intern bleibt das Konto published und trägt zusätzlich ein boolesches Flag „nur per Link“. Deshalb verhalten sich Seite, Statistiken, Widgets, Follower und Slug genau wie vor der Umstellung: Kein öffentlicher Endpunkt musste dafür geändert werden. Nur die Listen ändern sich.

Drei öffentliche Listen filtern nicht gelistete Einträge heraus, jede mit derselben Bedingung unlisted = false in ihrer Abfrage:

  • Dein öffentliches Trader-Profil, das über denselben Endpunkt läuft wie die Vorschläge „weitere Konten dieses Traders“ am Ende jeder Kontoseite.
  • Der Entdecken-Feed und die Community-Zähler, die dort stehen.
  • Die öffentliche Kontosuche im Widget-Generator, damit niemand das Konto über Namen oder ID finden und einbetten kann.

Zwei weitere Stellen schließen sie bewusst aus, nicht über die Listenlogik: Die Empfehlungsseite bietet ein nicht gelistetes Konto nicht als Link an, den du öffentlich teilst, und der Job für die KI-Analyse filtert sie heraus, sodass keine neue Analyse entsteht. Analysen, die vor der Umstellung entstanden sind, bleiben auf der Seite.

Alles andere bleibt, wie es ist. Die Kontoseite lädt für jeden, der die Adresse kennt, die Widget-Endpunkte liefern das Konto aus, bereits eingebettete Widgets werden weiter angezeigt, und wer seinen eigenen Slug ändert, hinterlässt weiterhin eine 301-Weiterleitung. Dieselbe Option mit derselben Bedeutung gibt es auch für Portfolios.

Warum das wichtig ist

„Einer Person zeigen“ und „der ganzen Welt veröffentlichen“ sind zwei verschiedene Wünsche, und die meisten Plattformen erfüllen nur den zweiten. Eine nicht gelistete Seite ist die Version, die du einer Prop Firm schickst, die deine Bewerbung prüft, einem Investor bei seiner Due Diligence oder einem von zwanzig Kunden, deren Konten du verfolgst. Das Konto landet dabei weder auf deinem öffentlichen Profil, noch erscheint es im Community-Feed oder in einem Widget, das jemand anderes baut.

Wichtig ist, genau zu wissen, was die Option nicht leistet. Sie ist nicht privat: Wer den Link hat, sieht die ganze Seite, Trades eingeschlossen. Die Seite trägt kein noindex-Tag und bleibt in der Sitemap. Das ist eine bewusste Entscheidung, kein Versehen: Dass Google eine nicht gelistete Seite indexiert, wird in Kauf genommen. Wer dem Konto schon vor der Umstellung gefolgt ist, sieht es weiterhin unter „Folge ich“, denn diese Follower haben den Link ja bereits. Die Zähler der Plattform zählen es weiter als veröffentlicht. Und der Inhaber sieht seine eigenen nicht gelisteten Konten nicht auf seinem öffentlichen Profil; er verwaltet sie im privaten Dashboard.

Wenn eine Seite für Fremde, die die URL erraten oder weitergeleitet bekommen, nicht lesbar sein darf, ist die richtige Einstellung „Privat“, nicht „Nicht gelistet“.

Was die Daten zeigen

Von den 10.000+ auf ShowMyTrades veröffentlichten Konten sind 37 nicht gelistet (August 2026). Es ist ein bewusst schmales Werkzeug, das nur wenige Inhaber nutzen, und die Art der Nutzung passt zum Konzept: Wer viele Konten verfolgt, gibt damit gezielt eines davon weiter.

Wo du das auf ShowMyTrades findest

Unter Kontoeinstellungen → Allgemein → Sichtbarkeit enthält das Auswahlmenü genau drei Einträge, jeder mit einem kleinen Symbol davor: Privat: nur für dich sichtbar, Veröffentlicht: für andere sichtbar und Nicht gelistet: nur über den direkten Link. Auf der Dashboard-Seite des Kontos steht ein gelbes Badge Nicht gelistet neben den Schaltflächen zum Kopieren des Links und zum Öffnen der Seite. In den Tabellen „Konten“ und „Portfolios“ im Dashboard ist es ein dritter Zustand in der Spalte „Status“, ebenfalls in Gelb, mit passendem Eintrag im Statusfilter. Auch die Spalte „Sichtbarkeit“ im Admin-Bereich zeigt diesen Zustand an, ihr Filter bietet ihn allerdings noch nicht zur Auswahl an.

Ein Verhalten, das du kennen solltest: Die Sammelaktionen Veröffentlichen und Verbergen in diesen Tabellen setzen das Flag immer zurück. Wer etwas veröffentlicht, soll es wirklich öffentlich machen, und beim Verbergen soll kein „nur per Link“-Flag scharf bleiben, das beim nächsten Veröffentlichen wieder greift.

Häufige Irrtümer

  • „Nicht gelistet heißt privat mit Link.“ Es heißt veröffentlicht, nur ohne Auffindbarkeit. Die Seite ist für jeden, der die Adresse hat, vollständig öffentlich.
  • „Suchmaschinen finden die Seite nicht.“ Doch, das tun sie. Es gibt kein noindex, und die Seite bleibt in der Sitemap.
  • „Wenn ich ein Konto auf nicht gelistet stelle, funktionieren meine Einbettungen nicht mehr.“ Doch, sie funktionieren. Widgets liefern veröffentlichte Konten aus, und nicht gelistete Konten sind veröffentlicht. Erst die Einstellung „Privat“ legt sie lahm.
  • „Niemand kann es mehr sehen.“ Bestehende Follower können es weiterhin, und ebenso alle, an die der Link weitergeleitet wurde.

Wie Sichtbarkeit, Slugs und öffentliches Profil zusammenspielen, erklärt der Artikel über das öffentliche Profil und eigene Slugs.

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